26.08.01 Basislager - Lager 1b
Kurz nach 8 Uhr stehen wir auf. Heute wollen wir sechs aus dem Basislager (Gunther und Steffen sind noch beim Abstieg) noch einen Dreitageausflug in die andere Richtung, also nach Westen machen. Vorher werden wir noch mal von Walja gemästet. Um in unser gewünschtes Tal zu kommen, müssen wir die beiden Gletscherabflüsse neben dem Basislager überqueren. Da es noch Vormittag ist, wollen wir den ersten, schmaleren Fluß durchwaten. Stefan probiert es schon mal ohne Rucksack, und es geht ganz gut. Dann gibt es aber noch ein vorgezogenes Mittagessen von Walja. Das dauert noch mal eine Stunde, und als wir dann durch den Fluß wollen, ist er etwas weiter angeschwollen. Wir kommen aber rüber ohne daß jemand reinfällt und haben uns dadurch etwa eine Stunde Marsch über das Gletschertor hinweg gespart.
Nachdem wir die Hosen wieder angezogen haben, folgen wir dem zweiten Fluß bis wir an eine Eisbrücke kommen. Der Bajankol-Gletscher hat sich hier über den Talboden geschoben; der Fluß hat es aber geschafft, unter dem Gletscher durchzufließen. Da ein Stück im Eis abzusteigen ist, kommen Pickel und Steigeisen zum Einsatz. Über ein paar Eisstufen kommt man in wenigen Schritten runter. Diese Stufen waren schon da, mußten aber mit dem Pickel etwas nachbearbeitet werden. Die meisten bevorzugen eine etwas höhere Eiswand, bei der man aber im Falle des Falles nicht bis in den Fluß stürzen kann. So bleiben auch die extra von Stefan als Handgriffe gesetzten Eisschrauben fast unbenutzt. Die Rucksäcke seilen wir getrennt ab.
Nach einem weiteren Stück am anderen Flußufer folgen wir einem Seitenfluß steil nach oben. 200 m über dem Talboden entdecken wir eine erste Zeltmöglichkeit. Hier waren offenbar schon welche - die Leute vom Summit Club? Die Plätze im Geröll sind aber wenig lauschig. Tovo und Heimo erkunden noch für anderthalb Stunden die Umgebung und finden 150 m weiter oben eine gute Zeltwiese. Dorthin schaffen wir dann auch unsere Rucksäcke und bauen unsere Zelte auf etwa 3800 m Höhe auf. Es ist nur etwas windig, so daß wir mit dem Abendbrot noch warten, um dem Kocher eine Chance zu geben. Der Wind (und der Schneefall) lassen tatsächlich nach, nur mein Kocher macht trotz Reinigung im Basislager beim zweiten Kochgang (Tee) Schwierigkeiten. Schließlich können wir aber was warmes trinken.
Nachts lebt der Niederschlag noch einmal auf - mit dem üblichen Wetterleuchten.
27.08.01 Lager 1b
Morgens wird es zwar hell, aber die Sonne will trotz günstiger Lage nicht richtig aufgehen. Ich gucke raus und sehe hohe Wolkenschichten und Nebelschwaden. Wir schlafen also erst mal weiter. Etwas später fängt es dann an zu schneien. Der Schnee ist naß, bleibt aber bei +2 °C auf der Wiese liegen. Später wird es zwar wärmer, aber die Sonne schafft es nicht richtig durch die Wolken, die uns im Lager einhüllen. Nach dem Frühstück spielen wir mit Tovo und Stefan Skat. Es schneit zwar weiter, taut aber trotzdem. Wenn die Wolken mal etwas dünner sind, haben wir im Zelt bis 26 °C. Heike und Heimo machen am Nachmittag, als Niederschlag und Nebel nachlassen, einen Ausflug. Gegen Abend drehen auch Stefan und ich eine kleine Runde. Wir steigen auf einem Schuttgrat bis etwa 4100 m und kehren dann um. Heike und Heimo sehen uns trotz Wolken und berichten später, daß sie nur wenig höher waren, als wir uns an den Abstieg gemacht haben. Wir haben sie nicht bemerkt. Die beiden lassen sich noch etwas mehr Zeit als wir, finden aber trotz wieder dichteren Nebels ins Lager zurück. Beim Abendbrotkochen trübt es sich wieder ein, und als wir uns in die Schlafsäcke begeben, fängt der Schneefall wieder an. Vorher war der Schnee fast weggetaut.
28.08.01 Lager 1b - Pik Trenirowotschnaja - Basislager
Von ein paar Wolken am Horizont abgesehen herrscht wieder prachtvolles Wetter, und es liegen etwa 5 cm Schnee. Wir stehen heute relativ früh auf (645 Uhr), weil wir vor unserem Abstieg ins Basislager noch einen Berg besteigen wollen. Zum Frühstück gibt Milchreis, der aber überkocht da wir beide (Stefan und ich) den Kocher für einen Moment unbeaufsichtigt lassen. Um 830 Uhr geht es dann los auf unseren Hausberg. Stefan läuft als erster los, der Rest folgt etwas später. Jana kehrt aber bald wieder um, da es ihr nicht gut geht. Stefan verschwindet hinter einer Kante im Schuttgrat und taucht erst weiter oben wieder auf. Wir anderen folgen Heimo frontal die Südflanke und später den Südgrat hoch. Da die losen Blöcke auch noch schneebedeckt sind, ist etwas Vorsicht beim Gehen nötig.
Nach zwei Stunden sind wir oben und finden den Gipfelsteinmann. Vor uns waren 1993 ein paar Russen und 1999 Tschechen, die den Berg als Pik Trenirowotschnaja bezeichnen. Laut Karte liegt dieser aber weiter westlich - dort wo wir gestern hochgestiegen waren. Aber so ist es halt unser "Trainingsgipfel" (ca. 4400 m).
Heike und Heimo folgen dem Grat noch weiter bis zum Pik Alexandrowa, während Stefan, Tovo und ich das Panorama betrachten und fotografieren. Nach einer ausgiebigen Pause steigen wir auf einem anderen Weg über ein Kar wieder zum Lager ab.
Im Lager ist der Schnee so gut wie weg, und Jana hat schon die Schlafsäcke zum Auslüften auf die Zelte gelegt. Wir kochen noch ein Mittagessen und packen unsere Sachen zusammen. Wir müssen heute ins Basislager, da uns morgen der Hubschrauber ausfliegen soll. Heike und Heimo lassen noch auf sich warten und kommen erst, als wir schon abmarschbereit sind. Sie haben tatsächlich den Alexandrowa bestiegen und von oben das Basislager sehen können.
Wir marschieren dann zu viert los - Heike und Heimo packen noch und kommen etwas später. Den größeren Fluß überqueren wir wieder über die Eisbrücke. Die Stufen vom Hinweg sind in der Sonne fast weggeschmolzen; ich hacke sie wieder neu.
Als wir den Fluß direkt vor unserem Basislager erreichen, untersucht ihn Tovo auf Durchwatmöglichkeiten. Er war aber jetzt am Nachmittag gut angeschwollen. Auf der anderen Seite hat uns Walja bemerkt und versucht, uns mit einem Seil zu helfen. Gunther und Steffen, die beide Seile mithatten, sind also wieder unten. Sie selbst lassen sich aber nicht blicken. Mit der Flußdurchquerung wird es nichts, da das Wasser doch zu hoch steht. Wir laufen den Fluß stromaufwärts, bis wir ihn oberhalb des Gletschertores auf dem Eis überqueren können. Heike und Heimo sowie Walja waren diesen Weg schon gegangen und hatten zur Markierung ein paar Steinmänner hinterlassen. Der Abstieg vom Gletscher besteht aus ein paar Metern Steileis und erfordert noch mal den Einsatz der Steigeisen. Walja hatte sich hier mit einem Hackebeilchen hochgewerkelt (Stufen geschlagen).
Gegen 18 Uhr erreichen wir das Basislager. Walja erzählt, daß Steffen und Gunther ausgeflogen sind und einen Trip das Bajankol-Tal hinunter machen. Sie kommen später auf Pferden zurück, die sie bei ortsansässigen Kasachen gemietet hatten. Heike und Heimo sehen wir auch auf der anderen Flußseite. Sie brauchen aber ziemlich lange bis ins Lager, da Heike das Eisklettern so viel Spaß macht und sie noch etwas üben wollte. So sind wir das erste Mal seit den Ankunftstagen wieder alle zusammen im Basislager.
Das Abendbrot von Walja ist wieder lecker - mit der Torte zum Schluß haben wir aber Schwierigkeiten und müssen stopfen. Auch vom Wodka ist noch viel da (fast eine Flasche pro Nase), womit wir noch größere Schwierigkeiten haben...
29.08.01 Basislager - Charyn-Canyon
Morgens fängt es wieder an zu regnen, nachdem jemand erzählt hatte, daß es nachts noch sternklar gewesen und die Milchstraße zu sehen gewesen war. Wahrscheinlich wird uns Walja vorhalten, daß wir den Wodka nicht ausgetrunken haben. Heute Mittag sollen wir eigentlich ausfliegen. Es regnet aber den ganzen Vormittag, so daß wir uns die Zeit nach dem Frühstück mit Skatspielen und Lesen vertreiben. Der Eichentisch im Eßzelt ist inzwischen zusammengelegt worden, so daß an der am Boden liegenden Platte fernöstliches Ambiente einzieht. Am Nachmittag hört der Regen kurzzeitig auf, und die Sonne kommt stärker durch die Wolken, die aber immer noch ziemlich tief hängen. Trotzdem packe ich schon mal meinen Schlafsack ein. Für die Abreise ist noch nicht viel getan worden, da heute keiner mehr ernsthaft damit rechnet. Später beginnt der Regen von neuem, und ich hole meinen Schlafsack wieder raus. Gegen 19 Uhr kommt der Alarmruf: "Zelte festhalten, der Hubschrauber kommt". Im Tiefflug kommt die Mi 17 das Tal hoch. Ich habe in Gunthers und meinem Schlafzelt gelesen, also wird es schon nicht wegfliegen. Während ich hektisch den Schlafsack direkt in den Rucksack stopfe, demontiert der Hubschrauber im Anflug schon mal das Außenzelt. Nach der Landung steigt Marat mit ein paar Helfern aus und unterstützen uns beim Lagerabbau, damit wir schnell wieder starten können. Dabei geht es ziemlich chaotisch zu, da die Zelte nur provisorisch zusammengelegt eingeladen werden und die Helfer die Sache trotz guten Willens manchmal nur verzögern. Trotzdem ist nach einer Viertelstunde alles im Hubschrauber, der mit laufenden Rotoren dasteht. Angeblich hatten die Piloten auch schon die Hoffnung verloren heute noch zu fliegen und bereits mit dem Wodka angefangen. Marat hat sie dann doch überredet - mit Hilfe von zwei Wodkaflaschen. Bei trübem Wetter und Regen fliegen wir die 30 km zurück zur Alpinbasis nahe der Grenzkontrolle. Hier regnet es nicht, und wir können nach dem Ausladen unsere Sachen sortieren und richtig verpacken. Es scheint nichts verlorengegangen zu sein. Marat packt noch eine Stiege Bier aus, die wir noch am Hubschrauber dezimieren. Alles wird reisefertig gemacht und in Marats Niva und dem Kleinbus von Waleri verstaut. Dann geht es ab in die Nacht. Da wir rechtzeitig ausgeflogen sind, haben wir noch Zeit für einen Abstecher. Wir fahren also nicht direkt nach Almaty, sondern nur bis zum Charyn-Canyon, der auf halber Strecke am Weg liegt. Nach Mitternacht kommen wir dort an. Marat, der vorausfährt, findet den Abstieg zum Fluß erst im zweiten Versuch, dann geht es mehr oder weniger steil über eine Piste hinunter. Dabei müssen kurvige Engpässe und natürliche Tunnel durchfahren werden, was trotz oder wegen der Dunkelheit ziemlich eindrucksvoll ist. Wir kommen aber alle am Fluß an, auch wenn Marat vorher meinte, daß der Van vom Waleri nicht hindurchpassen würde. Morgen werden wir aber sehen, daß es noch größere und breitere Fahrzeuge schaffen. Nachts um 2 Uhr gibt es noch ein Abendbrot beim Licht des Mondes und zweier Gaslaternen. Je nach Lust und Laune bauen wir die Zelte auf, oder auch nicht. Bei dem Wetter braucht man es eigentlich nicht, aber sie müssen trocknen, und Skorpione soll es hier in der Steppe auch geben...
30.08.01 Charyn-Canyon - Almaty
Wir stehen auf, als es in den Zelten zu warm wird und nehmen ein Bad im Charyn. Bisher sind wir, abgesehen von einer kleinen Gruppe Kasachen, die einzigen hier. Nach einem späten Frühstück erkunden wir den Canyon zu Fuß. Die Erosion hat aus den über einer Basis aus Vulkanitgesteinen liegenden Konglomeraten die unterschiedlichsten Formen modelliert: Türme, Burgen, Skulpturen. Der eigentliche Canyon ist ein (meist) trockenes Seitental das sich von der fast ebenen Steppe bis zum Fluß herunterzieht. Unten am Wasser wachsen Bäume, ansonsten gibt es höchstens Steppenvegetation. Wir scheuchen Eidechsen und Schlangen auf; da wir in Sandalen unterwegs sind, werden wir aufpassen müssen, wo wir hintreten. Wir laufen den Canyon aufwärts - die Strecke, die wir im Dunkeln hinuntergefahren waren. An einem tunnelartigen Durchschlupf sehen wir Schlammreste bis in 2 m Höhe - nach größeren Regenfällen scheint das ein ungemütlicher Ort zu sein. Von oben kommen uns plötzlich Touristenströme entgegen. Wir versuchen, in ein Seitental zu entkommen, aber alle laufen uns hinterher. Dieses und ein weiteres Seitental erweisen sich als Sackgassen, und Klettern ist in dem lockeren Konglomerat mit Vorsicht zu genießen. Im oberen Teil des Canyons, schon fast auf Höhe der Steppe, fangen die Geologen an zu suchen. Tovo war bei der Betreuung einer Kartierung durch zwei Jenaer Studenten schon mal da, hat aber vergessen, wo genau die Stelle mit Achatvorkommen liegt. Wir suchen eine Weile und verlieren dabei Stefan und Heimo. Die beiden finden dann auch ein paar Achate, während wir anderen durch ein Parallelcanyon zum Lager am Fluß zurücklaufen. Am Ende müssen wir noch ein kleines Umgehungsmanöver starten, da wir sonst entweder 50 m senkrecht zum Fluß abklettern müßten. Als Alternative bietet sich noch eine 10 m tiefe und leichtere Verschneidung an, aber auch die scheint mit Sandalen etwas riskant zu sein, obwohl das Gestein (hier Vulkanit) fest ist. Etwas klettern müssen wir auch so, aber vor allem ist es unangenehm, in lockerem Geröll mit Sandalen herumzusteigen. Zum Mittagessen verspäten wir uns um eine halbe Stunde, aber das ist kein Problem. Das Zusammenpacken und Einladen zieht sich zwar etwas hin, aber wir starten noch vor Sonnenuntergang. Hochzu wollen die Fahrer die Autos nicht so voll haben, also müssen wir laufen. Zusammen mit Walja geht es die Straße hoch bis man auf einem Pfad seitlich zur Steppe hochsteigen kann. Oben treffen wir wieder auf die Piste, die nach unten führt und laufen ein Stück zurück, da die Autos noch nicht da sind. Diese kommen uns dann entgegen - Steffen und Gunther sitzen schon drin. Nach einem abschließenden Gruppenfoto geht es endgültig los nach Almaty. In einer Teestube mit Disco essen wir noch etwas zum Abendbrot, bevor wir nach Mitternacht in Krasnij Wostok einreiten.
31.08.01 Almaty
Nach einem späten Frühstück fährt uns Walja nach Almaty rein - Gunther ist schon vorgefahren. Steffen ist schon vorher mit Marat nach Bischkek in Kirgisien abgereist, wo er Leute vom Flugplatz abholen und seinen Urlaub fortsetzen will. Da Marat dort was Geschäftliches zu erledigen hat, war das eine günstige Mitfahrgelegenheit. Gunther und die Mädels gehen zum Friseur und lassen sich danach noch Finger- und Zehennägel versorgen. Das dauert eine Weile, während wir uns draußen eines Betrunkenen erwehren müssen, der heute Geburtstag hat (er zeigt uns alle seine Dokumente). Er ist friedlich, aber nicht loszuwerden. Schließlich flüchten wir in den Friseurladen rein. Als alle fertig sind, versuchen wir einen im "Lonely Planet" angegebenen Kartenladen zu finden. Der Marsch dorthin zieht sich hin, zumal wir 40 Hausnummern zu weit laufen. Natürlich hat der Laden nach 18 Uhr schon zu und macht angeblich auch erst übermorgen (am Sonntag) wieder auf, wenn wir schon auf dem Heimflug sind. Vor der Rückfahrt zu Marats Haus in Krasnij Wostok essen wir in einer Schaschlykbraterei noch etwas zum Abendbrot. Dann laufen wir bei zunehmender Dunkelheit zur Endhaltestelle vom Richtungstaxi, wobei wir Gunther verlieren. Wir warten dann eine Weile und fahren dann ohne ihn los. Als wir wieder zurück sind, ist Gunther schon da. Er hatte sich bald nach unserer Trennung ein Taxi genommen. Es gibt noch mal Abendbrot, dann schauen wir uns Naturfilme über Kamtschatka an, Waljas Heimat und Hauptarbeitsgebiet als Touristenführerin. Später quatschen wir noch etwas bei einer kleinen Flasche Whiskey und gehen schlafen.
01.09.01 Almaty
Heute passiert nicht mehr allzu viel. Nach dem üblichen späten Frühstück fährt die Hälfte der Gruppe in die Stadt zum Basar. Die anderen bleiben im Haus zum Rucksackpacken, Duschen und Relaxen. Ich lese meinen Krimi zu Ende, während die restlichen schon mal vorschlafen, denn es wird eine lange Nacht werden. Am Nachmittag kommen die Basarbesucher mit ihren Einkäufen und realisierten Kaufaufträgen zurück, und das Abschlußessen mit leckeren Salaten und Wodka kann beginnen. Dann schauen wir uns noch bis 2 Uhr nachts Videos an, während ich mich noch einige Zeit auf Ohr haue.
02.09.01 Almaty - St. Petersburg - Berlin - Jena
Gegen 2 Uhr morgens bläst Marat zum Aufbruch. Waleri ist mit seinem Kleinbus zur Stelle, und wir laden unser immer noch beträchtliches Gepäck ein. Am Flughafen müssen wir uns diesmal draußen verabschieden, denn ohne Ticket lassen sie keinen mehr rein. Die Leute von der Sicherheitskontrolle wollen alles mögliche sehen: Batterien, Steigeisen, die Steine der Geologen u.a.. Probleme gibt es aber nicht. Da am Gepäckschalter das Handgepäck mitgewogen wird, liegen wir einiges über dem Limit - was schon an den leuchtenden Augen des Mannes an der Waage zu sehen war... Wir verhandeln eine Weile mit dem Personal, um den Preis zu drücken. Den regulären Preis an der Kasse zu bezahlen steht wie im letzten Jahr sowieso nicht zur Debatte. Schließlich kommen wir mit reichlich der Hälfte des Normalpreises davon - plus der restlichen kasachischen Tenge, die wir sowieso nicht ausführen dürfen. Der Abflug nach St. Petersburg verzögert sich dann um fast eine Stunde. Dadurch kommen wir dann dort etwas in Zeitdruck, da das Einsteigen in den Flieger nach Berlin schon begonnen hat, bevor der Transitdispacher mit unseren Bordkarten zurück ist. Die meisten sind zwar schon eingestiegen, aber wir bekommen unsere Bordkarten noch rechtzeitig. Kurz nach 9 Uhr landen wir in Berlin Schönefeld. Auf dem Bahnhof trinken wir noch ein Glas Bier. Tovo, Stefan und ich fahren zusammen in Bummelzügen nach Jena. Der ICE wäre zwar deutlich schneller gewesen, aber Stefan hat uns zu einem Wochenendticket überredet. Kurz nach 15 Uhr sind wir dann wieder zu Hause.
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